Immer mehr Kinder wachsen in Situationen auf, die eine gute Lebensentwicklung nicht erwarten lassen.
Die Möglichkeiten der Fürsorge sind nicht immer ausreichend

Die Stiftung will Kindern und Jugendlichen helfen, die in einem Elternhaus mit begrenzten Möglichkeiten aufwachsen und in ihrer durchschnittlichen Entwicklung eingeschränkt sind.

Die Förderung soll sich nicht nur auf finanzielle Hilfe alleine beschränken, sondern Möglichkeiten suchen, die dem Wohl des Kindes dienen.

Damit wird die Stiftung sowohl finanzielle als auch personelle Unterstützung brauchen.

Wesentliches Anliegen der Stiftung ist es, ausschließlich Einzelfälle zu unterstützen.
Die Stiftung wird keine Unterstützung an kirchliche oder caritative Einrichtungen geben.

Die Arbeit der Stiftung kommt aus Voerde und ist auf Voerde begrenzt. Mit dieser räumlichen Nähe soll hohe Effizienz erreicht werden, Verwaltungskosten sollen nach Möglichkeit nicht entstehen.

 

Von gestern und morgen

Die Stiftung wird im Februar 2012 schon 4 Jahre alt und wenn wir zurück blicken, was haben wir erreicht?

Unterstützt haben wir in dieser Zeit insgesamt 114 Familien/alleinerziehende Mütter. Teilweise läuft die Hilfe oder Besuche heute noch, mehr als die Hälfte ist aber heute abgeschlossen.

Zuerst ist da eine Menge Erfahrung, leider auch die bittere, dass man manchen Familien bzw. Alleinerziehenden nicht helfen kann. Es ist schade für die Kinder, aber leider wahr. Wenn die Mutter das Geld für das Mittagessen im Kindergarten nicht aufbringen kann, dafür aber immer top gestylt ist, dann bleibt uns die Frage, ob die Spenden dafür verwendet werden dürfen.

Ein Problem für Familien taucht auch auf wenn der Strom abgedreht wurde, wie soll dann gekocht werden und ein normales Familienleben stattfinden. In solchen Fällen gibt es dann manchmal von uns ein Darlehen welches direkt an RWE gezahlt wird. Leider haben wir mit der Rückzahlung dieser Darlehen schlechte bis sehr schlechte Erfahrungen.

Immer wieder sehen wir häusliche Situationen die nicht gut für Kinder sind. Wenn keine Küche da ist, wenn das Kind auf dem Boden schläft , für die Schularbeiten nur der Couchtisch da ist, versuchen wir die Situation kindgerecht zu gestalten. Häufig gelingt uns das mit gebrauchten, gespendeten Sachen. Erfreulicherweise sind immer Helfer da die beim Schleppen und Aufbauen helfen.

Erfreulich auch das doch eine ganze Reihe von Hilfestellungen über die Zeit zu guten Entwicklungen der Kinder führten. Gestiftete Fahrräder haben die Beweglichkeit erhöht, Sportunterricht hat den Fernsehkonsum verringert und deutliche Verbesserung im Sozialverhalten von Kindern geführt. Wenn der Start einer Familie aus der Obdachlosigkeit in normale Wohn- und Arbeitsverhältnisse führt, ist das auch für die Kinder eine sehr schöne Entwicklung. In trauriger Erinnerung ist eine Familie deren behindertes Kind nach einer Operation verstarb.

Unser Finanzbedarf ist deutlich gestiegen und lag im letzten Jahr bei über 6.000 €. Positiv auch das gleichzeitig unser Spendeneinkommen gestiegen ist. Ein großer Teil dieser Einnahmen der Stiftung stammt aus Beerdigungen wo im Sinne der Verstorbenen für die Stiftung Geld hinterlassen wurde.

 


Unsere Projekte:

Die Aktion Autofrei durch den Mai in 2009 war gut gedacht aber leider nicht so erfolgreich wie gewünscht. Die Aktion sollte dazu führen, Kinder vermehrt dazu zu bringen mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu kommen. Wir denken darüber nach das Projekt in diesem Jahr zu wiederholen, brauchen dazu aber unbedingt die aktive Unterstützung der Schulen. Die hatten wir bei der letzten Aktion leider nur von zwei/drei Schulen. Natürlich muss für eine erfolgreiche Aktion unbedingt die Elternschaft überzeugt und mit eingebunden werden. Wenn Eltern sich da einbringen wollen, lassen Sie es uns wissen.

Das Kochprojekt Janusc Korzcak Schule ist zwei Jahre super gelaufen. Die von uns und der Kirchengemeinde mitfinanzierte Hauswirtschafterin hat die Kinder begeistert, der Kurs hatte immer mehr Schüleranfragen, als berücksichtigt werden konnten. Im Projekt haben die Kinder unter Anleitung selbst gekocht und gelernt wie Kartoffeln roh aussehen und das es sie nicht nur als Pommes gibt. Zweimal waren wir zum Essen mit eingeladen und man konnte die Begeisterung der Schüler spüren. Leider ist das Projekt mit den Sommerferien 2011 beendet worden. Zum Einen, weil der Kreis Wesel mal wieder neue Hygienevorschriften eingeführt hat (wahrscheinlich fehlte eine s teriles Handtuch) aber leider auch weil die neue Schulleitung nicht mehr hinter dem Projekt war. Das Projekt war bei der Landesregierung als förderungswürdig eingereicht und ist auch in die Liste der Nominierten gekommen, den Preis haben wir aber dann doch nicht bekommen.

Sommerprojekt Zoobesuch Der Tag im Zoo ist schon fast Tradtion, der Bus ist immer schnell ausgebucht und auch dieses Jahr waren wieder 55 Kinder/Eltern dabei. Der Besuch ist möglich weil uns Busreisen Hülser unterstützt und weil auch der Zoo uns mit verbilligten Eintritts- und Freikarten unterstützt.

Der Fernsehkonsum ist leider in „unseren“ Familien sehr, sehr ausgeprägt. In den meisten Familien läuft die Kiste von morgens bis abends auch für die zweijährigen. Wenn man bei Besuchen bittet das der Fernseher ausgestellt wird, wird der Ton leiser gedreht. Ohne Flimmern geht es wohl nicht. Wir möchten gerade diesen Bereich für Kinder besser gestalten und versuchen über Förderung von sportlichen Aktivitäten hier gegenzusteuern. Teilweise ist uns das gelungen, da wir Kinder zum Schwimmen, zum Reiten oder in einen Judokurs gebracht haben.

Neu beim Thema Bewegung: wir haben eine Vereinbarung mit der Tanzschule Rautenberg treffen können. Wir wollen jetzt vermehrt Kinder ab 3 Jahren zur Bewegung bringen. Wenn Musik und Bewegung und Gruppe zusammen Spaß machen sind wir schon ein Stück weiter. Das Interesse zumindest ist recht groß. Wir werden kurzfristig hier berichten wie das ankommt.

Ein weiterer Bereich Kinderförderung ist das Anleiten zum Lesen. Hier werden wir mit den Mentoren – Leselernhelfern – Kontakt aufnehmen. Vielleicht finden sich aber auch in Voerde Menschen die gerne einem Kind beim regelmäßigen Lesen helfen. Es gibt doch häufig Kinder die aufgeschlossen und neugierig sind, wenn die Familie das nicht fördert geht es nicht weiter.

Wer hier sich einbringen möchte, bitte melden.

Auch bitte melden wenn Sie als Leser / Freund neue Ideen oder Anregungen für die Stiftung haben. Neben Geld können wir auch immer Helfer brauchen.

Stiftungsrat faure-stiftung

 

 

Liebe Freunde der Stiftung , liebe Wohltäter

 

Wir haben zum Jahresschluss die Ausgaben aus 2011 in eine detaillierte Liste erfasst und Ihnen hiermit zur Information gebracht.
Wir glauben, dass diese Zahlen auch nochmal die Ziele der Stiftung aufzeigen, Geld da auszugeben wo Kinder in Not sind, immer der jeweiligen Situation angepasst. In 4 Fällen haben wir , da wo RWE den Strom bereits abgedreht hat, die Stromkosten übernommen, damit für die Kinder wieder gekocht werden  und wieder  gewaschen werden kann. Diese Zahlungen werden immer und ausschließlich als Darlehen geleistet mit entsprechender schriftlicher Vereinbarung. Leider haben wir in 2 Fällen keine der vereinbarten Raten zurück erhalten. In diesen Fällen müssen wir die Familien auch von weiteren Hilfen ausschließen.
Ein relativ großes Loch hat in die Stiftungskasse leider auch der Beitrag an die Stiftungsagentur verursacht. Diesen Beitrag müssen wir leider leisten um die Gemeinnützigkeit nicht zu verlieren.
Die Agentur überwacht unsere Ausgaben darauf das sie dem Stiftungszweck entsprechen und vertritt dies auch gegenüber dem Finanzamt. Die hohen Kosten in diesem Jahr sind allerdings der Beitrag für zwei Jahre.
Ansonsten können wir stolz verkünden, dass  wir keinen weiteren Cent aus den Spenden für Verwaltung ausgegeben haben. Alles was Sie gespendet haben ist auch bei den Kindern angekommen.

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